Die letzte Stunde

Inzwischen ist es Tradition, dass die Geigen-und Bratschenschülerinnen in der letzten Stunde vor den Ferien ihre Instrumente mit mir pflegen!  Die Klangwerkstatt wird in diesen Tagen zur Geigenbauwerkstatt und dementsprechend riecht es auch. Dieses Jahr haben wir uns sogar die dreckigen Bogenhaare vorgenommen!

Zunächst wird das alte Kolophonium mit Benzin aus den Pferdehaaren gewaschen.


Anschließend das Fett mit Wasser und etwas Shampoo aus den Haaren gespült. Abtrocknen nicht vergessen und dann zum weiteren Trocknen aufhängen.

Nun ist die Geige/Bratsche dran! 

Mit Bellacura oder einem anderen geeigneten Poliermittel wird die Oberfläche sanft gereinigt und schließlich poliert. Anschließend tragen wir Viol auf und polieren das Instrument noch einmal. Jedes Mal bestaunen wir unsere Instrumente und bewundern die Schönheit des Holzes, die Schattierungen und wie die Rücken beinahe golden schimmern!

Der inzwischen getrocknete Bogen wird jetzt mit einem Kamm gekämmt. Mithilfe eines Hammers zerstäuben wir ein (altes) Kolophonium und führen die noch lockeren Bogenhaare hindurch. 

Auch mit gespannten Bogenhaaren gehen wir noch einmal durch den Staub und entfernen dann die hängen gebliebenen Krümel. Erstaunlich, wie sauber und neu die Bogenhaare nun wieder aussehen.

 Mit diesem schönen Ritual schicke ich all meine Schülerinnen in die großen Ferien und bedanke mich für die schöne Zeit und das Vertrauen! Was bin ich gesegnet mit so tollen Menschen in unserem Haus!

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